Über uns

Das sind wir

I Vergangenheit

 

Die Fondazione Passarelli ist nach ihrem Gründer, Don Peppino Passarelli, benannt. Geboren am 21. März 1910 in Vallo della Lucania, wurde er nach Studien im Bischofsseminar von Vallo, Salerno und Neapel im April 1933 zum Priester geweiht und diente ab 1938 als Militärgeistlicher bei der Artillerie-Division "Cirene" in Lybien. Verwundet bei der Bergung von Gefallenen, wurde er von den Engländern 1941 gefangen genommen und erst nach Ägypten, dann nach Südafrika verbracht. 1947 kehrte er in seine Heimat zurück und begann, das zu erfüllen, was er manchem Sterbenden versprochen hatte: sich um die Waisen zu kümmern.

 

Mit Unterstützung der Gemeinde , richtete er 1948 in Vallo in einem alten Gebäude die ersten Zimmer für Waisen ein und erzog sie im humanistischem Geist. Bei seinen Bemühungen, die Unterkunft zu verbessern, gab es die schicksalshafte Begegnung mit Manlio de Vivo, einem Neffen von Francesco Matarazzo. (Francesco Matarazzo stammte aus Castellabate, war nach Brasilien ausgewandert, hatte ein riesiges Industrieimperium aufgebaut und war zu seiner Zeit viertreichster Mann der Welt). Wie sein Onkel, hatte Manlio de Vivo in Brasilien ein großes Vermögen erworben und sich immer wieder als Wohltäter für seinen Heimatort betätigt.

 

Bei ihm stieß Don Peppino mit seinem Anliegen auf offene Ohren. Er gab das Geld für den Bau eines großen Heims für männliche Kriegswaisen in San Marco, dessen Verwalter und geistiger Vater Don Peppino wurde. Mit dem Heim verbunden waren übrigens auch Werkstätten zur Berufsausbildung. Viele der dort ausgebildeten Jugendlichen trugen später als Gastarbeiter zum Wiederaufstieg Deutschlands bei.

 

In den 60iger Jahren reifte in Don Peppino der Wunsch, etwas Eigenes aufzubauen. Mit Mitteln aus seinem ererbten Vermögen (Grundbesitz in Vallo) erbaute er auf dem Gelände eines Bauernhofes, direkt benachbart zu dem ersten Heim, eine eigene Anlage, diesmal für junge Mädchen, die er "My Home College" nannte, verbunden mit einer Ausbildungseinrichtung für Erzieherinnen.

 

In den 80iger Jahren öffnete er sein Haus für kulturell interessierte Gruppen vor allem aus Deutschland, um so einen Beitrag zur Völkerverständigung und Einigung Europas zu leisten.

 

Sein Lebenswerk vermachte er nicht der Kirche, sondern wandelte es in eine Stiftung um, die 1990 vom italienischen Staat anerkannt wurde. Er starb am 29.Juli 1993 im Alter von 83 Jahren an einem Gehirnschlag. Bis dahin ging er aufopferungsvoll seinen täglichen Verpflichtungen nach,von allen verehrt, geliebt von den Kindern.

 

II  Gegenwart

 

Nachfolger von Don Peppino wurde sein Neffe Dr. Liuccio Sauro, der auf Lebenszeit Präsident der Stiftung ist. Anfänglich wurde das Kinderheim (nicht nur für Waisen, auch für Kinder aus schlechten Familienverhältnissen) weitergeführt, sogar ausgebaut, bis aufgrund veränderter institutioneller Rahmenbedingungen (Rückgang staatlicher Förderung) dieser ursprüngliche Zweck des Hauses aufgegeben werden musste.

 

Geblieben ist die schulische Einrichtung, die inzwischen eine Hotelfachschule geworden ist. Die Jugendlichen sind aber nicht im Internat untergebracht, sondern wohnen zu Hause und kommen täglich zur Schule.

 

Ausgebaut wurde die europäische (und weltweite) Orientierung des Hauses für Einzelreisende und Gruppen, die das europäische kulturelle Erbe, die Schönheiten des Landes und das Leben der Leute in Italien kennen lernen wollen.

 

Dazu wurden die Zimmer renoviert. Was früher kleine Schlafsäle waren, wurden heute geräumige Einzel- und Doppelzimmer. Herrschaftlich wirkt die gewaltige Deckenhöhe von über 4 Metern. Dank der Voraussicht des Gründers waren alle Zimmer schon mit richtigen Badezimmern ausgestattet. Mobiliar, Vorhänge, Teppiche und Bilder wurden erneuert.

 

Neu angelegt wurden eine Dachterrasse, ein swimming-pool und ein Aufzug sowie eine Bar als abendlicher Treffpunkt. Die Küche wurde vergrößert und den modernen Standards angepasst, ein zweiter kleiner Speisesaal kam dazu, im Garten entstanden zusätzliche Bungalows. A propos Garten: neben den schon vorhandenen Oliven-, Zitronen- und Orangenbäumen wurden Zypressen, Palmen und Bananenstauden gepflanzt, so dass heute ein Meer von Grün die Gäste umgibt.

 

Bilder der Fondazione Passarelli

Das Eingangsportal zu unserer Anlage

Imitten einer weitläufigen Parkanalage liegt der große Baukomplex, der durch 5 Treppenhäuser markant gegliedert ist

Von der Dachterrasse genießt man einen Rundumblick auf Berge, Bucht und Burg

Unser großzügiger swimming-pool, umrahmt von Palmen, Olivenbäumen und Bananenstauden, im Hintergrund der Burgberg

In unserer Fotogalerie haben wir die schönsten Bilder unserer Reise zusammengestellt.

 

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